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# Vorbereitung: alles aufbauen, was die EU-Plattform abfragen wird

Drei Schritte, jeder mit einem Ergebnis zum Abhaken. Erledigen Sie alle drei, bevor Sie das EU-Register öffnen – die Ausführung setzt jedes davon voraus.

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026 · Abgeglichen mit dem [Benutzerhandbuch der Europäischen Kommission für Wirtschaftsakteure (DPP Registry User Guide)](https://single-market-economy.ec.europa.eu/document/download/079a45e2-469f-4eec-b1e5-32e8e05d1357_en?filename=dpp_registry_user_guide_for_economic_operators.pdf) (v1.03, 16. September 2026).

Schritt 1 · Identität für die EU-Plattform

## Ein gültiges, funktionierendes EU Login einrichten

**Kurz gesagt:** Legen Sie ein EU Login mit einem Firmenpostfach an, richten Sie einen zweiten Faktor ein (EU-Login-App oder SMS) und testen Sie die Anmeldung auf dem Rechner, den Sie für Spur B nutzen.

### Anleitung

[EU Login](https://webgate.ec.europa.eu/cas/) ist der zentrale Anmeldedienst der Europäischen Kommission. Das DPP-Register hat keine eigenen Konten – es vertraut EU Login. Dieses Konto ist der Schlüssel zu allem in Spur B.

1. Öffnen Sie das EU-Login-Portal und wählen Sie „Konto erstellen“. Verwenden Sie ein Unternehmenspostfach, das Sie kontrollieren und das einzelne Mitarbeitende überdauert.
2. Bestätigen Sie die Verifizierungs-E-Mail und legen Sie ein Passwort nach den genannten Regeln fest.
3. Fügen Sie einen zweiten Faktor hinzu: installieren Sie die EU-Login-Mobile-App und registrieren Sie Ihr Telefon, oder hinterlegen Sie eine Mobilnummer für SMS-Codes. Das Register verlangt Zwei-Faktor-Authentifizierung.
4. Vervollständigen Sie Ihr Profil mit Ihrem echten Namen und der GmbH, für die Sie handeln.
5. Testen Sie es: abmelden, mit zweitem Faktor erneut anmelden und prüfen, dass Sie fehlerfrei das EU-Login-Dashboard erreichen.

### Hilfswerkzeug

**EU-Login-Bereitschaftsprüfung**

Haken Sie ab, was Sie geprüft haben. Der Schritt gilt erst als vorbereitet, wenn alle vier Punkte grün sind.

- Konto mit Unternehmenspostfach angelegt
- E-Mail-Adresse verifiziert
- Zweiter Faktor (Mobile-App oder SMS) registriert und getestet
- Anmeldung von dem Rechner getestet, den Sie für die Ausführung nutzen

### Typische Fallstricke

- Registrierung mit einer privaten Adresse: Verlässt die Person das Unternehmen, verliert es den Zugang zu seinem Registerkonto.
- Zweiten Faktor überspringen: Das Register verweigert die Anmeldung und schickt Sie hierher zurück.
- Zweiten Faktor auf einem Telefon einrichten, das am Tag der Ausführung nicht bei Ihnen ist.

Schritt 2 · Elektronisches Siegel des Unternehmens

## Eine funktionierende Infrastruktur für das qualifizierte elektronische Siegel aufbauen

**Kurz gesagt:** Bestellen Sie bei einem qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter ein qualifiziertes elektronisches Siegel für Ihre GmbH – auf Chipkarte oder USB-Token oder als qualifizierten Fernsiegeldienst, nie als .p12/.pfx-Datei – und erzeugen Sie ein Testsiegel, das die DSS Validation WebApp der Kommission als „QESeal“ ausweist.

### Anleitung

Das Register verlangt, dass die Erklärung der Kommission mit einem qualifizierten elektronischen Siegel gegengesiegelt wird, das nach der eIDAS-Verordnung ((EU) Nr. 910/2014) auf Ihre GmbH ausgestellt ist – keine persönliche Signatur. Das Siegel muss auf einem qualifizierten Gerät (Chipkarte oder USB-Token des Anbieters) oder über einen qualifizierten Fernsiegeldienst erzeugt werden. Richten Sie es vor dem Tag der Ausführung ein und testen Sie es.

1. Wählen Sie einen qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (QTSP) aus der [EU-Vertrauensliste](https://eidas.ec.europa.eu/efda/trust-services/browse/eidas/tls) und bestellen Sie ein qualifiziertes Siegelzertifikat für Ihre GmbH – auf Chipkarte oder USB-Token oder als qualifizierten Fernsiegeldienst. In Deutschland ist D-Trust (Bundesdruckerei-Gruppe) eine erprobte Wahl.
2. Durchlaufen Sie das Identifizierungsverfahren des Anbieters für das Unternehmen und seinen gesetzlichen Vertreter (Geschäftsführung) – bei D-Trust per Post-Ident.
3. Sie erhalten die Siegelkarte mit dem privaten Schlüssel des Unternehmens und den PIN-Brief getrennt per Post.
4. Besorgen Sie einen zertifizierten Chipkartenleser und installieren Sie die Middleware des Anbieters auf dem Rechner, den Sie nutzen werden (bei einem Fernsiegeldienst nicht nötig).
5. Erzeugen Sie ein Testsiegel auf einem beliebigen PDF und prüfen Sie es in der kostenlosen [DSS Validation WebApp](https://ec.europa.eu/digital-building-blocks/DSS/webapp-demo/validation) der Kommission: Die Qualifizierung muss „QESeal“ zeigen und das Format PAdES-BASELINE.
6. Wenn das Zertifikat eintrifft, prüfen Sie, dass seine Organisationskennung der NTR-Kennung aus dem Werkzeug unten entspricht und der Organisationsname Ihrer eingetragenen Firma – beides geben Sie in Spur B, Schritt 2 ein.

### Hilfswerkzeug

**Siegel-Kettenprüfung**

Vier Komponenten, eine Kette. Fehlt ein Glied, scheitert das Siegel in Spur B, Schritt 3.

- Qualifiziertes Siegelzertifikat auf Karte oder Token oder qualifizierter Fernsiegeldienst (Von einem QTSP der EU-Vertrauensliste auf die GmbH ausgestellt – keine .p12/.pfx-Softwaredatei)
- Identifizierung abgeschlossen (Unternehmen und gesetzlicher Vertreter beim Anbieter identifiziert)
- Zertifizierter Kartenleser angeschlossen (Vom Betriebssystem erkannt (bei Fernsiegeln nicht nötig))
- Middleware installiert und Testsiegel validiert (DSS Validation WebApp zeigt „QESeal“ und PAdES-BASELINE)

### Hilfswerkzeug Schwierigster Teil

**Ihre NTR-Kennung (National Trade Register) – was das Siegelzertifikat enthalten muss**

Wenn D-Trust das Siegel ausstellt, schreibt es Ihren Handelsregistereintrag als codierte NTR-Kennung ins Zertifikat. Das EU-Register vergleicht diesen Wert später Zeichen für Zeichen mit Ihrem Formular. Ermitteln Sie ihn jetzt, damit Sie das Siegel mit exakt den richtigen Registerdaten bestellen und das Zertifikat bei Lieferung prüfen können.

(Zwei Minuten: Was die NTR-Kennung ist und wie sie zusammengesetzt wird.)

(Wenn die Siegelkarte eintrifft, öffnen Sie die Zertifikatsdetails in Ihrer Middleware und prüfen, dass die Organisationskennung genau diesem Wert entspricht. Weicht sie ab, lassen Sie das Zertifikat von D-Trust neu ausstellen, bevor Sie zu Spur B gehen.)

### Typische Fallstricke

- Eine persönliche qualifizierte Signatur (QES) statt eines qualifizierten Siegels für die GmbH bestellen.
- Das Zertifikat als Softwaredatei (.p12/.pfx) annehmen: Es erzeugt nur ein fortgeschrittenes Siegel, und das Register lehnt die Verifizierung ab.
- Firmenname oder Registernummer im Zertifikat weichen vom Handelsregistereintrag ab – das Register lehnt die Abweichung später ab.
- Die Vorlaufzeit unterschätzen: Identifizierung, Kartenproduktion und Postversand können mehrere Wochen dauern.
- Die Middleware auf einem anderen Rechner installieren als dem, der am Tag der Ausführung genutzt wird.

**Praxisbeispiel: D-Trust-Siegel für eine deutsche GmbHEine erprobte Kombination aus Karte, Identifizierung, Leser und Middleware**

Eine Kette, mit der diese Registrierung erfolgreich durchgeführt wurde: eine D-Trust-Siegelkarte, Identifizierung per Post-Ident, ein Reiner-SCT-cyberJack-Leser und die Middleware von cv cryptovision. Gleichwertige Komponenten anderer Anbieter funktionieren genauso: Karte, Identitätsnachweis, Leser und Middleware. Ein qualifizierter Fernsiegeldienst eines QTSP ersetzt Karte, Leser und Middleware.

1 · Der Schlüssel

### D-Trust-Siegelkarte, Standard 5.4

Eine Chipkarte, die den privaten Schlüssel des Unternehmens trägt. Der Schlüssel verlässt die Karte nie; das Siegel wird auf dem Chip berechnet.

2 · Der Nachweis

### Identitätsprüfung per Post-Ident

Die zeichnungsberechtigte Person weist Identität und Vertretungsbefugnis für das Unternehmen in der Postfiliale oder online nach, bevor die Karte produziert wird.

3 · Der Leser

### Reiner SCT cyberJack Comfort

Ein zertifizierter Leser mit eigener Tastatur, sodass die PIN am Gerät und nie am Rechner eingegeben wird.

4 · Das Bindeglied

### Middleware: cv cryptovision (Eviden)

Software, die die Karte für Betriebssystem und Signaturanwendung sichtbar macht und Karte, Leser und PDF-Werkzeug verbindet.

**So wird die Kette aufgebaut**

1. Siegelkarte bei D-Trust für die GmbH bestellen und Post-Ident starten.
2. In der Wartezeit: cyberJack-Leser kaufen, anschließen und Treiber installieren.
3. cv-cryptovision-Middleware installieren und den Rechner neu starten.
4. Wenn Karte und PIN-Brief eintreffen: Karte einstecken und prüfen, dass die Middleware das Zertifikat anzeigt.
5. Testsiegel auf einem Übungs-PDF erzeugen und in der DSS Validation WebApp prüfen.

(Produktnamen sind die der jeweiligen Hersteller. Prüfen Sie Modell und Version vor der Bestellung beim Anbieter.)

Schritt 3 · Daten für die Formulare

## Alle Unternehmensdaten im Voraus zusammentragen

**Kurz gesagt:** Übernehmen Sie Firma, Sitzadresse, Registergericht und HRB-Nummer aus einem aktuellen Handelsregisterauszug und notieren Sie einen Compliance-Kontakt und den gesetzlichen Vertreter, der siegelt – genau so, wie das EU-Formular sie abfragt.

### Anleitung

Das Antragsformular in Spur B fragt Unternehmensdaten ab, die Buchstabe für Buchstabe mit dem Handelsregister und Ihrem Siegelzertifikat übereinstimmen müssen. Sammeln Sie sie jetzt aus einem aktuellen Handelsregisterauszug, nicht aus dem Gedächtnis.

1. Rufen Sie einen aktuellen Handelsregisterauszug ab (z. B. über handelsregister.de) und legen Sie ihn bereit.
2. Übernehmen Sie Firma und Sitzadresse exakt so, wie sie im Auszug stehen, zusammen mit Registergericht und HRB-Nummer.
3. Legen Sie einen Compliance-Kontakt fest (E-Mail und Telefon), den Behörden für Fragen zu Ihren DPP-Registrierungen nutzen können – am besten ein Team-Postfach.
4. Notieren Sie den gesetzlichen Vertreter, der die Erklärung siegeln wird (Name und E-Mail) – meist ein im Siegelzertifikat genannter Geschäftsführer.
5. Speichern Sie das Datenblatt unten; am Tag der Ausführung übertragen Sie daraus ins EU-Formular.

### Typische Fallstricke

- Firmennamen aus dem Gedächtnis tippen: Abkürzungen und Zeichensetzung weichen vom Register und vom Siegel ab.
- Niederlassungs- statt Sitzadresse verwenden.
- HRB-Nummer und Registergericht verwechseln: beide sind Teil der Kennung.

### Hilfswerkzeug

**Unternehmens-Datenblatt**

Füllen Sie es aus dem Handelsregisterauszug aus. Es wird nur in diesem Browser gespeichert und kann gedruckt werden.

- Firma (Exakt wie eingetragen und wie im Siegelzertifikat, inklusive „GmbH“)
- Sitzadresse (Straße, Postleitzahl, Ort – der Sitz, keine Niederlassung)
- Registergericht (z. B. Amtsgericht Münster)
- HRB-Nummer (Nur Ziffern, z. B. 12345)
- NTR-Kennung (Aus dem Generator, z. B. NTRDE-R2713.HRB12345)
- Compliance-Kontakt (E-Mail und Telefon, nicht öffentlich sichtbar)
- Gesetzlicher Vertreter, der siegelt (Name und E-Mail, meist ein Geschäftsführer)

Weiter: Spur B

### Ausführung auf der EU-Plattform

Fünf Schritte auf der EU-Plattform, in einer Sitzung und in fester Reihenfolge: anmelden, Organisationsantrag anlegen, die von der Kommission gesiegelte Erklärung anfordern, mit Ihrem Siegel gegensiegeln, dann hochladen und verifizieren.

[Zur Ausführung](https://eu.dpp.coach/de/execution)

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